CD – "Californian Concert" – Susanne Kessel, Klavier
Susanne Kessel, piano
Susanne Kessel spielt Werke europäischer Emigranten des Zweiten Weltkrieges, die die Kriegsjahre in Los Angeles im Exil verbrachten, sowie Werke kalifornischer Komponisten:
Rachmaninoff · Bach/Siloti · Milhaud · Krenek · Hupfeld · Schönberg · Stravinsky Williams · Knell · Gershwin · Eisler · Shapiro · Cowell · Chaplin · Arlen · Cage
In den 1930er und 40er Jahren waren Los Angeles und Hollywood Begegnungs-stätte der jungen amerikanischen Komponisten und ihrer aus Europa immigrierten Kollegen. Die deutsche Pianistin Susanne Kessel lässt auf ihrer CD den Geist jener Jahre, als Schönberg, Chaplin, Stravinsky, Gershwin und viele andere sich in Lion Feuchtwangers kalifornischer Villa Aurora die Hand gaben, aufleben. Ein abwechslungsreiches Programm kurzer Klavierstücke fächert das ganze Spektrum der Musik auf, die in dieser kreativen Atmosphäre entstand. Rachmaninoffs unverwechselbarer spätromantischer Ton erklingt ebenso wie Musik der damaligen Avantgarde (Schönberg, Krenek, Eisler), aber auch Evergreens und Filmmelodien wie As Time Goes By oder Somewhere.
Ausführliche Informationen und Hörproben finden Sie hier: http://www.oehmsclassics.de/cd.php?formatid=249
Pressestimmen:
AMERICAN RECORD GUIDE, Sept/Okt 2006, USA
This is an imaginative idea beautifully realized.
Susanne Kessel, the enterprising young German who hatched the whole thing and writes the authoritative notes, plays music by European composers who came to Los Angeles to escape the Nazis; she also includes work of their students and colleagues. What this collection demonstrates is that the Nazis, in their attempt to destroy the Jews, inadvertently created a unique community in Hollywood dedicated to the celebration and perpetuation of everything the Nazis hated, from Jewish ethnic culture to jazz and American film music.
The repertory is astonishingly wide, including Rachmaninoff, Schoenberg, Milhaud, Cowell, Cage. Gershwin, Eisler and Sravinsky.
Kessel is known as an avant-garde specialist, but she plays like a romantic. Her Rachmaninoff, Bach-Siloti, and Gershwin readings are full of rubato and sudden splashes of color; she is not afraid to slow down or speed up for dramatic effect. Her rendition of Hermann Hupfeld’s “As Time goes By” the theme song from “Casablanca”, drips with nostalgia and 40s style, as does Chaplin’s “Smile”. At the end she brings things up to date with John Williams’s “Schindler’s List”, a moving summation of what was lost and gained from the Nazy nightmare. The recorded sound is exceptionally warm and velvety, completing a seductive picture.
(Jack Sullivan)
Liebe Frau Kessel,
wir hörten gerade Ihre großartige CD, für die wir uns nochmals bedanken wollen. Man kann Ihnen dazu nur auf das herzlichste gratulieren!
Von sublimer, agogisch stilvoller Anschlagskunst bei Szymanowski (erweckt den Wunsch, von Ihnen Chopin zu hören!), über die trockene Ironie bei Lachenmann, bis hin zu dem geradezu elektrisierenden Stück von Feuchtwanger, das Sie faszinierend interpretieren – ganz zu schweigen von der bei allen Werken immer souver?nen manuellen Beherrschung – ist alles vorhanden!
Wir haben in letzter Zeit selten so mit Genuss eine CD gehört, was uns, nach allem Abstossenden des jetzigen Musikbetriebs, sehr getröstet hat.
Solange es solche ernsthaften Künstlerinnen wie Sie gibt, braucht man sich um eine Kontinuität eines Berufes im Sinne einer Berufung keine Sorgen zu machen.
Es ist uns eine Freude, Sie kennengelernt zu haben und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg alles erdenklich Gute!
Mit herzlichen Grüßen,
Begona Uriarte und Karl-Hermann Mrongovius