Presse

Kein Pianist würde einen solchen Klavierabend wagen! Warum eigentlich nicht? Susanne Kessels Programme stimmen auf merkwürdig andere Art.
Neue Musikzeitung

Jung, ernst und poetisch… Die erlebnishungrige Avantgarde-Spezialistin Susanne Kessel, Preisträgerin des Internationalen Schubert-Wettbewerbs, besticht durch unerschrockene Spaziergänge im Niemandsland der Klavierliteratur.
Wenn Susanne Kessel mit ihrem Programm auf Reisen geht, gibt sie das Äusserste, um ihre Hörer für Musik von Szymanowski, Cowell oder Feuchtwanger zu begeistern.
Die Zeit (Wolfram Goertz)

(Foto: Bernd Zöllner)

Diese Stücke sind zum Teil unspielbar schwer, was Susanne Kessel offensichtlich wenig beeindruckt. Mit unglaublicher Präzision und Flexibilität präsentierte sie Werke von Atli Heimir Sveinsson und anderen isländischen Komponisten.
Morgunbladid (Island)

Botschafterin der Klassik
Die Welt

Eine mitreissende Interpretin mit aberwitziger Anschlagsdynamik.
Stereo Newsticker

Die Pianistin Susanne Kessel spielte mit fabelhafter Intensität, empfahl sich an diesem Abend überhaupt wieder einmal als herausragende Interpretin zeitgenössischer Musik. rhein-musikalisch.de

Der unkonventionellen Klaviervirtuosin Susanne Kessel gelang ein emotionales, gefühlvolles Klangereignis, das vor allem durch seine Facettenvielfalt besticht.
Focus

Susanne Kessel liebt ungewöhnliche Aufträge; eine interessante Pianistin, die vor Experimenten nicht zurückscheut und ihr Publikum immer wieder mit abenteuerlustigen Programmen überrascht.
Sie jammert nicht wie andere über den Niedergang des Musikbildungsbürgertums, sondern begreift ihn als Chance, ein neues, anderes Publikum zu begeistern.
Welt am Sonntag

Kessel versteht ihr Handwerk perfekt, ihr fantasievoller, durchdachter Einsatz garantiert dem Werk allemal höchste Aufmerksamkeit. General-Anzeiger

Eine Interpretation von Beethovens Sonate op. 10 Nr. 3 habe ich so aufrüttelnd und zugleich mit innigstem Ausdruck von Herzen gespielt nie zuvor gehört.
Susanne Kessel lässt Beethoven selbst durch das Klavier sprechen. Offensichtlich vermag die junge Musikerin Beethoven so zu erfassen, wie wir ihn aus seinen Briefen erahnen können; sie lässt seine cholerischen Züge, seine Wut und seine Verzweiflung genauso durch das Instrument hervortreten wie seine tiefe Menschenliebe.
Hörproben

Diese CD ist eine Liebeserklärung an Robert Schumann und zugleich der bis dato originellste Beitrag im Jahre seines 200. Geburtstages: Die Bonner Pianistin Susanne Kessel hat für ihre jüngste Veröffentlichung “An Robert Schumann (Obst)” nämlich gleich zwölf befreundete Komponisten um den musikalischen Liebesdienst gebeten, jeweils ein Klavierstück über ein Werk des Komponisten zu schreiben.Trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen stilistischen Ansätze der Stücke widmet sich Susanne Kessel jedem einzelnen mit demselben Ernst, derselben Energie und virtuosen Leidenschaft.                                                                                                                                                General-Anzeiger

Eine grandiose Idee!
Aufgrund ihres profunden kulturhistorischen Interesses macht sie die Werke der Komponisten, die aus Nazi-Deutschland emigrieren mussten, zum Programm. Sie vereint sie, ihre Förderer und Helfer, sowie noch gegenwärtige Schüler in einer ehrerbietenden, spannenden und unterhaltsamen Hommage, einer Reminiszenz an die grossen Komponisten und ihr amerikanisches Exil.
… einzigartige virtuose Brillanz, ihr musikalisches Einfühlungsvermögen und ihre Kraft des Ausdrucks zwischen struktureller Atonalität und zeitgenössischer Aktualität… Neue Presse

Das Ernstnehmen der viel zitierten künstlerischen Freiheit, sowie Mut zu unkonventionellen Klavierabenden und der Gestaltung von eigenwilligen Programmen sind ein Kennzeichen Susanne Kessels… Zu ernsthaft ist aber ihre Auseinandersetzung mit dem eigenen künstlerischen Wirken, als dass sich dafür schnell eine Schublade finden liesse.
fermate

Mit “Blueprint” ist endlich wieder ein großer deutscher Film mit der Ausnahmeschauspielerin Franka Potente in den Kinos zu bewundern. Verantwortlich für die au?erordentlich berührende Musik des Dramas zeichnet sich Filmpreisträger Detlef Friedrich Petersen (“Wir können auch anders”, “Männerpension”, “Gloomy Sunday” u.a.), der den Soundtrack komplett in Nuendo 2.0 produziert hat. Petersens handlungsbezogene Klavierwerke, eingespielt von der renommierten Konzertpianistin Susanne Kessel, verwandeln “Blueprint” zu einem wahren Ohrenschmaus. Der Soundtrack ist als Doppel-CD erhältlich (BMG), der Titelsong zusätzlich als Single (Universal Music). Wir freuen uns über diese erstklassige Nuendo-Produktion!
Blueprint – Musik: Detlef Petersen & Nuendo

Dass Susanne Kessel nicht nur eine Virtuosin auf allen musikalischen Ebenen, sondern auch eine hervorragende Rezitatorin, mit klarer einschmeichelnder Stimme und humorigen Nuancen ist, bewies die Künstlerin in einer kleinen Lesung einer Novelle des Berliner Schriftstellers Wolfgang Müller (*1957): “Alfadisi”. Mit viel skandinavischem Gefühl, Einfühlungsvermögen und konzertantem Effekt verabschiedete sich dieses Multitalent von einem ergriffenen bis euphorischen Publikum.
Coburger Tageblatt

Anderthalb Stunden faszinierte Susanne Kessel sowohl durch ihr geniales Klavierspiel als auch ihre charmante Moderation.  Pianistisch setzt sie durch ihre Stückauswahl bewusst harte Kontraste: in gut dosierten Blöcken wechselt sich romantisch-emotionales mit atonal-rationalem ab. Für die Ohren ist dies eine Wohltat, da sich mit jedem Stilwechsel die Ohren wie gereinigt fühlen und bereit sind für Neues. Ein Hochgenuss!
Rheinische Post

Musikalisch war der Abend ein Genuss. Kessel bewies, dass sie nicht nur dramaturgisch schlüssige Programme zu konzipieren vermag, sondern auch, dass sie spieltechnisch eine Klasse für sich ist.
Mit der Vielseitigkeit eines Chamäleons spielte sie Filmmusik von John Williams, Harold Arlen oder Herman Hupfeld ebenso wie Avantgardistisches, etwa Henry Cowells ätherisches Stück Aeolian harp oder zwei bruitistische Snapshots von Peter Knell. “Dem Flügel ist nichts passiert” beruhigte Kessel das Publikum anschließend, das die gewiss nicht leichte Kost, die Kessel bot, mit Applaus honorierte.
Mit unnachahmlichen Swing spielte Kessel das Spanish Prelude von Gershwin, extrem expressiv das erste Klavierstück aus op. 11 seines Freundes Schönberg und mit trockenem Wirt einen Tango von dessen Intimfeind Strawinsky. Eine doppelte Bedeutungsebene erhielten die viereinhalb Minuten betriebsame Ereignislosigkeit von John Cages 4′33′, das Kessel sowohl live “spielte” als auch simultan eine Aufnahme von ihrer Kalifornienreise einspielte.
Als Zugabe gab es eine Reverenz an Robert Schumann, der nur wenige Meter vom Leoninum entfernt auf dem Alten Friedhof seine letzte Ruhestätte gefunden hat.
Bonner General-Anzeiger

[b][url=http://smm.playmusiczone.de/stars.0.html]Zeitschrift SmM[/url][/b]

Susanne Kessel beim Schleswig-Holstein-Festival 2007:

“Spiel’s noch einmal, Susanne! Die junge Pianistin Susanne Kessel brachte beim “Filmmusik-Fest” auf Gut Pronstorf nicht nur eingefleischte Cineasten zum Träumen. Ihre Interpretationen von “As time goes by” und “Somewhere over the Rainbow” klangen zartschmelzend. Auch Hanns Eislers Dritte Sonate und Arnold Schönbergs Klavierstück opus 11 Nr. 1 perlten lieblich aus den Tasten.

Unter Kessels Händen entfaltete die Musik ihren ganzen Zauber. Sie berichtete dazu über den Hintergrund jedes Werkes. Ihr sorgfältig zusammengestelltes “Kalifornisches Konzert” ist das Ergebnis einer Reise nach Los Angeles, Hollywood und Palm Springs. Dort verfolgte sie die Spuren berühmter deutschsprachiger Komponisten, die vor den Nationalsozialisten geflohen waren. In Amerika spielte Kessel auf dem Flügel Ernst Tochs, musizierte mit Arnold Schönbergs Assistenten Leonard Stein und trank “Heurigen” mit der Witwe Ernst Kreneks. Dem Publikum erschloss sie damit die ganze Welt der Exil-Musiker. ”
Welch eine Wohltat: Ein Klavierrezital ohne Tastendonner! Von zerbrechlicher Schönheit! Feinste Farbschattierungen und Nuancierungen des Ausdrucks stehen im Vordergrund; u.a. interpretiert Susanne Kessel Griegs “Waldesstille” kompromisslos als Epos des Abschieds.
Rondo

Susanne Kessel spielt mit solch musikalischer Hingabe, als wäre es Schubert selbst: Klänge voller Zartheit und Ruhe.
Bonner General-Anzeiger

“Seven” – Die Ausnahmepianistin Susanne Kessel setzte sich mit den Duisburger Philharmonikern zu fünf Septetten des 20. Jahrhunderts zusammen. [Strawinsky, Cage, Feldman, Denhoff, Janacek]
Eine sensationell auf den Punkt gebrachte Darbietung des Concertino von Leos Janacek für Klavier solo, zwei Violinen, Flöte, Horn, Fagott, Klarinette.
Besonders faszinierend: Das charismatische Spiel der Pianistin Susanne Kessel in perfektem Zusammenklang mit den Duisburger Philharmonikern.
Rheinische Post

Susanne Kessel bewegt sich mit den von ihr gewählten Stücken in ästhetischen Grenzregionen. Musik unseres Jahrhunderts im Speziellen, Musik von nicht gerade pflegeleichter Handhabe im Allgemeinen scheinen dieser Musikerin ehrlich am Herzen zu liegen. Und so wecken diese Einspielungen Interesse, Susanne Kessel baldigst live zu erleben.
Klassik heute (Peter Cossé)

Es ist ein besonderes Vergn?gen, wenn die Preisträgerin des Internationalen Schubertwettbewerbs Lachenmanns Schubertvariationen fast zärtlich ausmusiziert und dabei die Ecken und Kanten nicht unterschlägt. Die Musikerin vermittelt erfrischende Wechselwirkungen multikultureller Aspekte.
Die Aufnahmen belegen die spieltechnische Klasse der Interpretin, die insbesondere den stillen Klang mit feinsinniger Spannung zu gestalten weiss.
Susanne Kessel erweist sich mit der Kombination von klassischer Musiktradition und zeitgenössischer Musik einmal mehr als Spezialistin subtiler Programmgestaltung.
Kultura-Extra

Kessel  schleudert die sperrigen Eis- und Felsbrocken des von Jon Leifs im herben
isländischen Stil komponierten Präludiums beherzt beiseite
und vermittelt mit Atli Heimir Sveinssons “Ode an die Steine” Nr. 14 einen klanggewaltigen Eindruck von der isl?ndischen Musik der Gegenwart. Aber auch Anmut und überschwang der deutschen Hochromantik sind bei ihr in
den besten Händen: Stücke wie Mendelssohns “Lied ohne Worte” op. 67 Nr. 5
oder Brahms` Intermezzo (“Schlaf sanft, mein Kind”) vibrieren vor innerer
Spannung, und die rauschenden Kaskaden aus Schumanns “Kreisleriana” geben
dem Abend einen virtuosen Rahmen.
General-Anzeiger Bonn

Die Abende mit Susanne Kessel gehören zu den anregendsten Bereicherungen des Internationalen Beethovenfestes.
Bonner General-Anzeiger

Vielstimmiges Hollywood: Ein langes, dabei kurzweiliges Programm. Staunenswert, wie viele musikalische Gedanken dort am Rande der Wüste farbenprächtigste Blüten getrieben haben! Susanne Kessel spielt die jeweiligen Eigenarten und Eigenheiten der St?cke ganz wunderbar heraus. Und zwar bei monumentalen Klangbrocken wie den “Gezeiten des Gottes Manaunaun”  von Cowell ebenso wie bei den zierlichen Gespreiztheiten eines Arnold Schoenberg in dessen Klavierstück op. 11 Nr. 1.
Neue Rheinzeitung

Mut lohnt sich - wenn er sich mit Phantasie verbindet!
Unter dem Titel “Das Kalifornische Konzert” begeisterte die Bonner Pianistin Susanne Kessel mit einer ebenso kontrast-  wie facettenreichen und beziehungsvoll konzipierten Vortragsfolge zwischen Alter und Neuer Welt.
Susanne Kessel gelang es mit dieser Programmfolge, jenen künstlerischen Reichtum hörbar zu machen, den die vom Nationalsozialismus aus Europa vertriebenen Emigranten einst nach Amerika brachten.
Pianistisch überzeugt sie dabei nicht nur durch kraftvolle Brillanz und Virtuosität, sondern zudem durch den geradezu mitreissenden Ausdrucksdrang, dem es stets um Deutlichkeit der Darstellung ging.
Coburger Tageblatt

Die Zusammentreffen im Hause Lion Feuchtwangers in Los Angeles stellt Susanne Kessel musikalisch nach. Exilrussen treffen Filmkomponisten, atonale Klänge nehmen neben ohrenfälligem Broadway-Sound Platz.
Dieses Changieren zwischen Stilen und Zeiten ist eine Vorliebe der Pianistin Kessel, die lieber Neuland betritt, als unzähligen Interpretationen bekannter Meister eine weitere hinzuzufügen.
Bonner General-Anzeiger

10 von 10 Punkten für Interpretation.
Stereo (Russland)

Nachwuchskünstlerin des Jahres 2000.
FonoForum


[b]Zur CD “Sounds and Shadows”:[/b]
[Neue Zeitschrift f?r Musik, Ausgabe M?rz/April 2006)

[b]Zur Premiere des Programms “Schumanns Zimmer” am 14.2.06 im Bonner Schumannhaus:[/b]

Susanne Kessel stellte im bis auf den allerletzten Platz gef?llten Schumannhaus im Rahmen der st?dtischen Hauskonzert-Reihe ein Programm vor, das sich einmal mehr allen g?ngigen Erwartungen an einen Klavierabend entzog.
Kessel versteht es immer wieder aufs Neue, ganz au?ergew?hnliche Bez?ge herzustellen: Mit Liszts sp?ten “Nuages gris” beispielsweise korrespondiert Ravels “La Vall?e des cloches” (die Nr. 5 aus “Miroirs”) auf eine geradezu verbl?ffende Weise, als sei der altersweise Liszt recht eigentlich Ahnvater des Impressionismus.
Susanne Kessel vermag besonders dort zu fesseln, wo es um Innigkeit im Ausdruck, um intime Klangrede geht. Da ger?t dann selbst ein Ohrwurm wie die “Tr?umerei” (als Zugabe) zu einer aufrichtigen Offenbarung.
[b]Bonner General-Anzeiger[/b]
Das Schweigen der Tastatur.
Susanne Kessel wird ger?hmt f?r ber?chtigte Programme, die zum Mitdenken auffordern..
.. die qu?lende Heimsuchung durch Kl?nge, derer der kranke Robert Schumann nicht Herr wurde. Davon handeln auch die Briefe, die Susanne Kessel mit dem Schauspieler Mark Weigel las und – im 150. Todesjahr – vom Sterben Schumanns. Nichts Heiteres.
Kein glattes, objektives Schumannspiel, stattdessen das Austragen von Spannung…
[b]Bonner Rundschau[/b]
Aktuelle CD-Besprechungen
Zur CD CALIFORNIA CONCERT

AMERICAN RECORD GUIDE Sept./Okt 2006, USA (Deutsche ?bersetzung)
Eine fantasievolle Idee – wundersch?n umgesetzt.
Susanne kessel, die unternehmungslustige junge Deutsche, die die ganze Sache ‘ausgebr?tet’ und den massgeblichen Text zur CD geschrieben hat, spielt Musik von europ?ischen Komponisten, die nach Los Angeles kamen, um dem Naziregime zu entfliehen. Sie bezieht dabei auch Werke von deren Sch?lern und Kollegen mit ein. Diese musikalische Sammlung demonstriert, dass die Nazis durch ihr eigentliches Vorhaben, die Juden auszurotten, paradoxerweise eigentlich eine enge Gemeinschaft in Hollywood geschaffen haben, die alles zu feiern und auszuleben verstand, was die Nazis hassten: von der ethnisch-j?dischen Kultur ?ber Jazz und bis hin zu amerikanischer Filmmusik.
Das Repertoire ist erstaunlich breit, es beinhaltet Rachmaninoff, Schoenberg, Milhaud, Cowell, Cage, Gershwin, Eisler und Strawinski.
Kessel ist bekannt als Avantgarde-Spezialistin, aber sie spielt wie eine Romantikerin.
Ihre Interpreatationen von Rachmaninoff, Bach-Siloti und Gershwin sind voll von rubato sowie ?berraschenden Farbtupfern. Sie hat keine Angst vor Verlangsamung oder Beschleunigung, um dramatische Effekte zu setzen.
Ihre Umsetzung von H. Hupfeld’s ‘As time goes by’, dem Titelthema aus ‘Casablanca’, geht einher mit der Nostalgie und dem Stil der 40er Jahre, so wie auch ‘Smile’ von Charlie Chaplin.
Und schliesslich wird sie zeitgen?ssisch, mit ‘Schindlers Liste’ von John Williams, einer bewegenden Aufz?hlung von alldem, was durch dem Nazi-Alptraum gewonnen oder verloren wurde.
Klanglich ist die Aufnahme ausnahmslos warm und samtig und vervollst?ndigt ein verf?hrerisches Bild.
(Jack Sullivan)
(?bersetzung: Sabrina Cordes)
SALZBURGER NACHRICHTEN, April 2006, ?sterreich
Pianistin mit Programm: Susanne Kessel
Sch?nes, kluges Konzept: Die deutsche Pianistin Susanne Kessel konnte in Los Angeles auf den Spuren von europ?ischen Immigranten und amerikanischen Zeitgenossen wandeln und daf?r die Villa Aurora aufsuchen. Dort hatten Marta und Lion Feuchtwanger vor dem Naziregime geflohenen K?nstlern eine geistige und freundschaftliche Heimstatt gegeben. Nun hat Kessel ein 20-teiliges Klangkaleidoskop von Rachmaninoff, Sch?nberg, Strawinsky ?ber Milhaud, Eisler, Krenek. Gershwin bis zu Henry Cowell, John Williams und Alex Shapiro ver?ffentlicht, das ein eigenwilliges Zeitprisma ergibt. Am Ende h?rt man “4′33”” von John Cage: Vogelgezwitscher und leisen Flugl?rm bei ge?ffnetem “Aurora”-Fenster, sehr anmutig.  hb
RITMES DE CLASSICA, Juli 2006, Spanien
Californian Concert
Els compositors representats en aquest CD s?n, d’una banda, aquells m?sics europeus que van haver de marxar per culpa de la guerra i, de l’altra, els seus contemporanis dels Estats Units. La barreja, heterog?nia, inclou noms tan coneguts com els de Stravinski, Rakhmaninov o Sch?nberg, si parlem del costat europeu.
Entre les “perles” d’aquest recull hi trobem el tema de La llista de Schindler, una versi? de Smile de Charles Chaplin o 4′33” de John Cage. Precisament aquesta ?s la pe?a que tanca el CD. Una obra inclosa al llibre Guinness dels r?cords com la partitura amb menys notes (cap ni una!), on la pianista alemanya canvia la sala de concerts per una mena d’auditori a l’aire lliure, amb cants d’ocells i avi? inclosos. En definitiva, una passejada per la m?sica de piano del segle XX i les diferents tend?ncies que autors americans i europeus van donar i van rebre.
H?chste Punktzahl f?r Musikalische Interpretation.
(Neue Zeitschrift f?r Musik 02/06)

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Zur CD PIANO PORTRAIT

1. 10. 2004
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Zum Programm “Nordische Lyrik”
Coburger Tageblatt, 26. 04. 2005

?NORDISCHE LYRIK? IN BAD RODACH ______________________________________

Wie die Elfen nach Franken kamen – und bleiben werden !

Susanne Kessel bezaubert mit zarten Saitenkl?ngen die fr?nkischen Wickinger

Von Dr. Peter M?ller

Wenn Sie demn?chst um Rodach oder im Coburger Land feine lyrische Stimmchen h?ren sollten und im g?nstigsten Fall winzige weibliche Sch?nheit in der freien Landschaft oder am Himmel sehen, wundern sie sich nicht. Es sind die Elfen Islands, die Susanne Kessel mit ihrem durch Stille wie energischem Temperament beeindruckenden Konzert zu uns brachte. Bevor sie am Ende mit Geschenken und Blumen ?bersch?ttet wurde, hat sie sich bei Dieter Zimmer und dem R?ckert-Kreis Rodach n?mlich mit einem isl?ndischen schwarzen Lavastein daf?r bedankt, dass sie nach dem Kalifornien-Konzert im letzten Jahr, das allen die es h?ren durften in bester Erinnerung blieb und auf ihrer Tournee in Los Angeles und dem Westen der USA f?r – wie sie mir sagte – unerwartet starke Resonanz sorgte, sich in diesem Jahr mit ihren skandinavischen Erfahrungen von Land und Leuten und vor allem der besonderen abgeschiedenen Musik des mystischen Nordens im Jagdschloss vorstellen konnte.

Die vielfache Preistr?gerin, unter anderem des Internationalen Schubert-Wettbewerbes, Avantgarde- und Filmmusikkonzertistin und Filmdouble zum Beispiel von Franka Potente, ?besticht durch unerschrockene Spazierg?nge im Niemandsland der Klavierliteratur? (DIE ZEIT). Mit elfenhaftem Charme und Grazie zeigte die ?Schamanin aus der Reich der T?ne? zun?chst ihre unglaubliche virtuose, temporeiche weibliche Leidenschaftlichkeit, technische Brillanz und ganz eigenwillige Interpretation in Ludwig van Beethovens 1. Satz (?Grave – Allegro di molto e con brio?) aus dessen Sonate ?Path?tique op. 13 c-moll?. Voller Spannung und mit full power brachte Susanne Kessel schon mit der Gewalt zum Staunen, mit der sie zu Anfang des Konzertes ?in die Vollen? h?mmerte, ohne gewaltt?tig zu werden.

Mit ihrer klaren und charmanten Stimme moderierte sie die Zusammenh?nge und Beziehungen der einzelnen Werke und ihrer Komponisten. Beethovens fr?her Einfluss auf Nordeuropas Ausdruckswillen stand daher am Beginn der Nordischen Lyrik zwischen Island, Skandinavien und Deutschland. Gerade aber die St?cke der uns noch neuen Musik Islands oder der Moderne Deutschlands beeindruckten das faszinierte Publikum, das das Haus des Gastes voll erf?llte – bei mancher Irritation – am meisten. Mit J?n Leifs (1899-1968), der als Komponist und Dirigent der Hamburger Staatskapelle kontinentale Musik zum ersten Mal bis nach Spitzbergen brachte, ert?nten mit St?cken aus seinem ?Fj?gur l?g op. 2? von 1922 isl?ndische Volksweisen, Balladen und ein Scherzo voller nordischer Tiefe in klaren Themen, lyrisch sanfte Metamorphosen zu dramatischen Landschaftsbildern und heiter gebrochene synkopische Volkst?nze.

Die ?berw?ltigenden Eindr?cke der von Lava, Vulkanen und Geysiren spiegeln sich in Atli Heimir Sweinsons (*1939) ?Ode an den Stein? (1978) und Thorkell Sigurbjoernssons ?Der wohltemperierte Pianist?, Impressionen reinen klanglichen Wohlbefindens bis zu gewaltigen Schilderungen der Naturgewalten. Beide haben mit John Cage und Vladimir Ashkenazy zusammen gearbeitet und mit deren Kunstauffassungen die Neugier und Offenheit der Isl?nder f?r das Neue, ?das Fremde? erweckt und ge?ffnet.
Die klassischen skandinavischen Komponisten studierten in der Regel in Deutschland, so dass neben Beethoven vor allem die deutsche Romantik mit Robert Schumann, Franz Schubert und Felix Mendelssohn-Bartholdy auf die eigenst?ndige skandinavische, volksbrauchgepr?gte Musikkultur ihren st?rksten Einfluss hatte. Mit Niels W. Gade (1817-1890), ?Barcarole op. 19 No. 5?, ?Andantino cis-moll? und Erkki Melartin (1875-1937) wurde dies von Susanne Kessel romantisch-impressionistisch, melodi?s und spannungsvoll eindringlich im Ausdruck, zart und feenhaft bis zu abstrakter absoluter Musik expressionistischer Gegenwartsmusik verwirklicht.

Dass sie nicht nur eine Virtuosin auf allen musikalischen Ebenen, sondern auch eine hervorragende Rezitatorin, mit klarer einschmeichelnder Stimme und humorigen Nuancen ist, bewies die K?nstlerin in einer kleinen Lesung einer Novelle des Berliner Schriftstellers Wolfgang M?ller (*1957): ??lfadisi? – oder wie die Elfen durch die Schwarzen Steine auch in der Gro?stadt eine Heimat finden. Mit Edvard Grieg (1843-1907) und seinen neun norwegischen Tongedichten (darunter ?Aus Holbergs Zeit?, ?Elfentanz? und ?Kobold?) unterstrich sie, dass f?r die Skandinavier – ob Fischer oder Professor – die Elfen und Kobolde Existieren, ihre Wohngemeinschaften in den seltsamen Lavasteinformationen haben und sich in der Musik ?u?ern.

Michael Denhoff (*1955), ein Bonner Komponist, mit dem die K?nstlerin eng zusammenarbeitet, f?hrt in die von Schumann inspirierte Moderne mit inspirierenden Stimmungsbildern der ?Nachschattengew?chse? (2001/02) nach Deutschland zur?ck. Dem Vorbild der Skandinavier und deutscher Klavierkomponisten oder Interpreten wie Susanne Kessel, Robert Schumann, weihte sie die ?Lieder ohne Worte?, n?mlich sieben Moments aus den ?Kinderszenen op. 15?. Mit klarem bestimmten Anschlag, h?chster Intensit?t oder Zur?ckhaltung im Ausdruck kostete sie diese ?Tr?umerein? voll aus, auch wenn man nach der zarten ?Tr?umerei? beim ?Ritter vom Steckenpferd? Angst um den sch?nen Steinway haben musste – fast zum ?F?rchtenmachen? vor dem ?Kind im Einschlummern?, und das mit dem ?Hasche-Mann?. Wie sie tr?umerisch katzenartig die Tasten streicheln kann, so kann sie auch voll die Krallen zeigen.

Dies geschah auch mit Ulrike Haages (*1961) drei St?cken aus dem Werk ?Pianoscope? (2004), in denen neben Holz-Percussion am Klavierk?rper, s?dl?ndische und glockenhaft erklingende spitzfindige, und spitzb?bische Impressionen, jazzig rhythmisiert begeisterten. Mit viel skandinavischem Gef?hl, Einf?hlungsverm?gen und konzertantem Effekt verabschiedete sich dieses Multitalent von einem ergriffenen bis euphorischen Publikum in Rodach mit Edvard Griegs ?Die alte Mutter? und dem Vorspiel aus ?Holbergs Zeit?. Die herbeigesehnte Zugabe beschloss stimmungsvoll und nachhaltig mit Griegs ?Des Dichters Herz? nach Hans Chrtistian Andersen den Ereignisreichen Fr?hlingsnachmittag.