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PRO1
Außergewöhnliche Konzert-Programme mit hohem persönlichen Engagement sind Kennzeichen der Bonner Pianistin Susanne Kessel. Ihre CD-Aufnahmen erhalten in der internationalen Fachpresse höchste Anerkennung.
„Susanne Kessel liebt ungewöhnliche Aufträge; eine interessante Pianistin, die vor Experimenten nicht zurückscheut und ihr Publikum immer wieder mit abenteuerlustigen Programmen überrascht.
Sie jammert nicht wie andere über den Niedergang des Musikbildungsbürgertums, sondern begreift ihn als Chance, ein neues, anderes Publikum zu begeistern.“ (Welt am Sonntag)
„Jung, ernst und poetisch… Die erlebnishungrige Avantgarde-Spezialistin Susanne Kessel, Preisträgerin des Internationalen Schubert-Wettbewerbs, besticht durch unerschrockene Spaziergänge im Niemandsland der Klavierliteratur. Wenn Susanne Kessel auf Reisen geht, gibt sie das Äußerste, um ihr Publikum für diese Werke zu begeistern.“ (Die Zeit)
“Susanne Kessel ist eine Botschafterin der Klassik” (DieWelt)
Eine Reihe großer Musikerpersönlichkeiten wie Peter Feuchtwanger, Aloys Kontarsky, Bozena Steinerova u.a. förderten das Klavierspiel Susanne Kessels, die an der Kölner Musikhochschule bei Pi-hsien Chen studierte. Sie besuchte Meisterkurse u.a. bei Pierre Laurent Aimard, Karl-Heinz Kämmerling, Rudolf Kehrer, Edith Picht-Axenfeld, Detlef Kraus, Daniel Blumenthal. Diese Vielfalt musikästhetischer Auffassungen ihrer Lehrer führte dazu, dass sich Susanne Kessel nie auf nur einen einzigen Stil festlegte und ihr Spiel als sehr experimentierfreudig und lebendig bezeichnet werden kann.
1993 war Susanne Kessel Preisträgerin des Internationalen Schubert-Wettbewerbs. Weitere Preise, Stipendien und Auszeichnungen folgten schnell.
Rundfunk- , Film- und Fernsehaufnahmen, Klavierabende und Konzertreisen (Europa, USA) sowie mittlerweile 11 Solo-CDs dokumentieren ihr Klavierspiel.
Susanne Kessel spielte vielfach Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen; darunter auch Werke, die ihr gewidmet sind oder deren Entstehen sie angeregt hat.
Als Solistin gastierte sie bei zahlreichen Festivals, wie z.B. Berliner Festspiele, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Internationales Beethovenfest, Myrkir Musikdagar, c/o-pop-Festival, Art Cologne u.v.a.
Susanne Kessel spielt in mehreren langjährigen Duo-Konstellationen, beispielsweise im Duo PIANOWAVES mit dem amerikanischen Elektronik-Komponisten Leon Milo. Das Repertoire des Duos setzt sich neben Werken von Leon Milo hauptsächlich aus Kompositionen des 21. Jahrhunderts zusammen, die von namhaften Komponisten eigens für PIANOWAVES geschrieben werden.
Im Jahr 2000 veranstaltete sie gemeinsam mit Michael Denhoff die vielbeachtete Bonner Konzertreihe „Jahr-100-Klavier-Stücke“: 50 Konzerte, in denen mehr als 40 Pianisten die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts vorstellten.
Ihre Offenheit und Vielseitigkeit im Umgang mit klassischer und zeitgenössischer Klavierliteratur, sowie ihr großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Künstlern aller Sparten stellte Susanne Kessel auch bereits in mehreren Filmprojekten unter Beweis:
Für den Kinofilm „Blueprint“ (Regie: Rolf Schübel, 2004) spielte sie den gesamten Klassik-Soundtrack und doubelte die Schauspielerin Franka Potente vor der Kamera in der Rolle einer weltberühmten Pianistin, die sich klonen lässt. Zum Film erschien eine CD von Susanne Kessel mit Werken von Beethoven, Bach, Mozart, Schumann, Cage u.a. (BMG).
In der Produktion des vielfach preisgekrönten Kinofilms “Black Book” (D/UK/NL 2006) übernahm sie die Aufgabe der Klavier-Supervision. Regie: Paul Verhoeven (u.a. “Basic Instinct”).
Susanne Kessel unternimmt regelmäßig längere Konzertreisen, über die sie anschließend im Rundfunk berichtet. Die beiden letzten Reisen nach Kalifornien und Island mündeten in einer engen Zusammenarbeit mit dort lebenden Komponisten.
Neben ihrer Tätigkeit als Konzertpianistin leitet Susanne Kessel eine private Klavierklasse in Bonn und ist Jury-Mitglied des Wettbewerbs “Jugend musiziert” auf Landes- und Bundesebene.
PRO2
Er hörte leise Schritte hinter sich. Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo er das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen dieselbe Idee gehabt, ihn beobachtet und abgewartet, um ihn nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen? Er konnte die Aufforderung stehen zu bleiben schon hören. Gehetzt sah er sich um. Plötzlich erblickte er den schmalen Durchgang. Blitzartig drehte er sich nach rechts und verschwand zwischen den beiden Gebäuden. Beinahe wäre er dabei über den umgestürzten Mülleimer gefallen, der mitten im Weg lag. Er versuchte, sich in der Dunkelheit seinen Weg zu ertasten und erstarrte: Anscheinend gab es keinen anderen Ausweg aus diesem kleinen Hof als den Durchgang, durch den er gekommen war. Die Schritte wurden lauter und lauter, er sah eine dunkle Gestalt um die Ecke biegen. Fieberhaft irrten seine Augen durch die nächtliche Dunkelheit und suchten einen Ausweg. War jetzt wirklich
Er hörte leise Schritte hinter sich. Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo er das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen dieselbe Idee gehabt, ihn beobachtet und abgewartet, um ihn nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen? Er konnte die Aufforderung stehen zu bleiben schon hören. Gehetzt sah er sich um. Plötzlich erblickte er den schmalen Durchgang. Blitzartig drehte er sich nach rechts und verschwand zwischen den beiden Gebäuden. Beinahe wäre er dabei über den umgestürzten Mülleimer gefallen, der mitten im Weg lag. Er versuchte, sich in der Dunkelheit seinen Weg zu ertasten und erstarrte: Anscheinend gab es keinen anderen Ausweg aus diesem kleinen Hof als den Durchgang, durch den er gekommen war. Die Schritte wurden lauter und lauter, er sah eine dunkle Gestalt um die Ecke biegen. Fieberhaft irrten seine Augen durch die nächtliche Dunkelheit und suchten einen Ausweg. War jetzt wirklich alles vorbei, waren alle Mühe und alle Vorbereitungen umsonst? Er presste sich ganz eng an die Wand hinter ihm und hoffte, der Verfolger würde ihn übersehen, als plötzlich neben ihm mit kaum wahrnehmbarem Quietschen eine Tür im nächtlichen Wind hin und her schwang. Könnte dieses der flehentlich herbeigesehnte Ausweg aus seinem Dilemma sein? Langsam bewegte er sich auf die offene Tür zu, immer dicht an die Mauer gepresst. Würde diese Tür seine Rettung werden?
PRO3
Langsam bewegte er sich auf die offene Tür zu, immer dicht an die Mauer gepresst. Würde diese Tür seine Rettung werden?
PRO4
Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen Sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien.
Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben.
Eines Tages aber beschloß eine kleine Zeile Blindtext, ihr Name war Lorem Ipsum, hinaus zu gehen in die weite Grammatik. Der große Oxmox riet ihr davon ab, da es dort wimmele von bösen Kommata, wilden Fragezeichen und hinterhältigen Semikoli, doch das Blindtextchen ließ sich nicht beirren.
Es packte seine sieben Versalien, schob sich sein Initial in den Gürtel und machte sich auf den Weg. Als es die ersten Hügel des Kursivgebirges erklommen hatte, warf es einen letzten Blick zurück auf die Skyline seiner Heimatstadt Buchstabhausen, die Headline von Alphabetdorf und die Subline seiner eigenen Straße, der Zeilengasse. Wehmütig lief ihm eine rethorische Frage über die Wange, dann setzte es seinen Weg fort. Unterwegs traf es eine Copy. Die Copy warnte das Blindtextchen, da, wo sie herkäme wäre sie